Startseite  Sichuan Rundreise   Tibet Rundreise   Yunnan Rundreise  Yangtse Rundreise   China Rundreise  
Chinesische Schauspielkunst
   
 

Chinesische Schauspielkunst

Kaiser und der Kaiserin vorbehalten. Eben ernannte Beamte sowie frisch Verheiratete tragen rote Umhänge. Seitlich geknöpfte Umhänge Das häufigste Kostüm in der Peking-Oper ist der seitlich geknöpfte Umhang - er wird von Männern und Frauen, Alt und Jung, Arm und Reich gleichermaßen getragen. Die Umhänge der Frauen sind kürzer als die der Männer. Man unterscheidet außerdem einfache und bestickte Umhänge. Die bestickten Umhänge sind meist aus Satin geschneidert, der relativ steif sein muss, damit die Stickerei recht förmlich aussieht. Alle Rollentypen können diese Umhänge tragen. Diese Umhänge gibt es in allen Farben, für die es keine besonderen Regeln gibt - die Farbe muss nur zur Stickerei passen. Auch die unbestickten Umhänge gibt es in verschiedenen Farben, die jedoch bestimmten Rollen zugeordnet sind: Gelehrte und Studenten beispielsweise tragen blaue Umhänge, Arme und Erfolglose der niedrigsten gesellschaftlichen Ränge tragen schwarze Umhänge. Palastkleider Das Palastkleid (gongyi oder gongzhuang) ist ein Kostüm, das vom Frauen-Pythonmantel abgeleitet ist und von kaiserlichen Konkubinen und Prinzessinnen getragen wird. Es ist noch bunter und reicher bestickt als der Pythonmantel. Bei formelleren Anlässen wird der Frauen-Pythonmantel getragen, ansonsten das Palastkleid. Etuikleid Das chinesische Etuiklcid (qipao) ist ein enges, seitlich geschlitztes Kleid. Es wurde so wie das Kostüm der Bogenschützen (jianyi) gegen Ende der Qing-Dynastie als Peking-Opcrnkostüm eingeführt.

Das Etuikleid war eine traditionelle Tracht mandschurischer Frauen; das heutige chinesische Etuikleid ist davon abgeleitet, und das Etuikleid als Kostüm in der Peking-Opcr ist etwas länger und weiter geschnitten. Das Etuikleid wird in der Peking-Oper nicht nur in Stücken getragen, die während der mandschurischen Qing-Dynastic spielen, sondern in allen Epochen. Alle Frauenfiguren nationaler Minderheiten beispielsweise tragen das Etuikleid, ganz gleich, in welcher Dynastie die Handlung angesetzt ist. Kopfbedeckungen Die Kopfbedeckungen, die zu den Kostümen der Peking-Oper gehören, lassen sich in vier Kategorien einteilen: Helme, Kronen, Hüte und Tücher. Die unterschiedlichen Kopfbedeckungen sind verschiedenen Rollen zugeordnet und geben Aufschluss über die soziale Stellung, den Rollentyp und das Alter der dargestellten Figuren. Generale tragen auf dem Schlachtfeld Helme aus einem harten Material, die mit Quasten, Perlen und Ornamenten geschmückt sind. Kronen werden meist zu besonders feierlichen Anlässen getragen, wie beispielsweise die flache Kaiserkrone für formelle Anlässe, die Neun-DrachenKaiserkrone für gewöhnliche Anlässe, die PurpurGoldkrone der Prinzen und Kronprinzen und die Phönixkrone der Kaiserin. Hüte und Tücher sind Kopfbedeckungen für den Alltag und kommen in zahlreichen Varianten vor. Stiefel Die Stiefel, die zu den Kostümen der Peking-Oper gehören, sind Beamtenstiefel mit hohen Plateausohlen, welche die Schauspieler größer erscheinen lassen und zu den prächtigen und etwas übertriebenen Kostümen wie den Rüstungen und Pythonmänteln passen. Schuhe Einfache Leute tragen gewöhnliche Schuhe, die zwar für die Bühne manchmal besonders verziert sind, meist jedoch keine Besonderheiten aufweisen. Frauen tragen häufig bunte, bestickte Schuhe mit einer Quaste am Rist. Maske Schminke ist ein weiteres wichtiges Mittel, mit dem die unterschiedlichen Charaktere der Peking-Oper geschaffen werden. In der Peking-Oper kann durch die Maske mit zwei Elementen der Charakter und der Typ einer Person ausgedrückt werden: erstens durch die Grundfarbe der Schminke, die auf das Gesicht aufgetragen wird - die Rollentypen mit rot geschminkten Gesichtern beispielsweise stellen loyale und tapfere positive Helden dar, Rollentypen mit gelb oder weiß geschminkten Gesichtern hingegen stellen negative, finstere und betrügerische Charaktere dar; zweitens durch die linien und Muster, die auf das Gesicht gemalt werden - ein verzerrtes Gesicht mit asymmetrischen Mustern stellt einen üblen Bösewicht bzw. seinen Komplizen dar oder jemanden, der eine Verletzung erlitten hat, so dass sein Gesicht entstellt ist. Die Einteilung in verschiedene Rollenfächer erlaubt es einerseits den Schauspielern, gemäß den Anforderungen des Faches, auf das sie sich spezialisiert haben, gezielt zu trainieren und sich die spezifischen Techniken von Schauspiel und Gesang für dieses Fach relativ rasch anzueignen, so dass sie schon bald auf der Bühne stehen können.

Die chinesische Flöte ist eine Querflöte aus Bambus, die in Soloparts, im Orchester und als Begleitung eingesetzt wird. Mundorgel. Die chinesische Mundorgel (sheng) ist ein Rohrblatt-Blasinstrument, das meist als Begleitung eingesetzt wird. Schalmei. Die chinesische Schalmei (suona) ist ein Holzblasinstrument mit schneidendem, klarem Ton, das als Begleitung oder in Soloparts eingesetzt wird, um die Atmosphäre beim Abmarsch von Truppen, bei Banketten, Festen und wichtigen Anlässen zu unterstreichen. Saiteninstrumente Sanxian. Die Sanxian ist ein dreisaitiges Zupfinstrument, das entfernt dem Banjo ähnelt. In Nordchina ist eine größere und in Südchina eine kleinere Variante üblich. Es wird vor allem zur Begleitung eingesetzt. Laute. Die chinesische Laute (pipa) ist ein viersaitiges Instrument, das aufrecht gehalten und mit den fünf Fingern der rechten Hand gezupft wird. Sie wird in Solos, zur Begleitung und im Orchester eingesetzt. Huqin. "Huqin" ist ein Oberbegriff für mehrere chinesische Streichinstrumente. Kniegeige. Die chinesische Kniegeige (erhu) gehört zu den beliebtesten Instrumenten in der traditionellen chinesischen Musik. Es ist ein zweisaitiges Streichinstrument, das dunkel, weich und ausdrucksvoll klingt. Peking-Opern-Geige. Die Peking-Opern-Geige (jinghu) ist ein zweisaitiges Streichinstrument, das der Kniegeige ähnelt. Sie klingt laut und voll und wird meist zur Begleitung eingesetzt. Mondlaute. Die chinesische Mondlaute (yueqin) hat vier Saiten und ähnelt einem Banjo, sie ldingt hell und klar und wird in Solos, als Begleitung und im Orchester eingesetzt. Schlagzeug Takttrommel. Der Musiker an der Takttrommel (danpigu oder bangu) ist gleichsam der Dirigent des Orchesters, er gibt das Tempo an und unterstützt gemeinsam mit der Klapper den Gesang der Darsteller; man nennt ihn auch den Trommelmeister (gushi). Klapper. Mit der Klapper (ban) wird vor allem der Takt zum Gesang geschlagen, sie begleitet aber jedoch auch gemeinsam mit der Takttrommel das Orchester. Die Klapper wird häufig auch vom Trommelmeister bedient.

Peking Oper
Von einer Peking-Oper als solcher kann man seit ungefähr 200 Jahren sprechen. Die Ursprünge reichen allerdings weit in die Geschichte zurück. Großen Einfluss auf die Entwicklung hatte beispielsweise das Kunqu, eine Singspielform, die sich zur Zeit der Ming-Dynastie entwickelte, und von der heute noch viele Elemente beim Gesang, beim Tanz und bei der Musikbegleitung festgestellt werden können.

Die Peking-Oper entwickelte sich aus einer Synthese verschiedener Lokalopern, hauptsächlich aus der Hui-Oper aus Anhui und der Han-Oper aus Hubei.
Als besonders charakteristisch für die Peking-Oper wäre zu nennen, dass in ihr Gattungen vereint sind, die bei der europäischen Bühnenkunst scharf getrennt sind, wie Gesang mit Orchesterbegleitung, das gesprochene Wort, Pantomime, Akrobatik. Der Darsteller ist Schauspieler, Tänzer, Akrobat, alles in einem.

Dabei haben sich verschiedene Formen herausgebildet. Manchmal überwiegen Musik und Gesang, manchmal die Pantomime, wieder bei einer anderen Art überwiegen die Kampfszenen - also die Akrobatik - und bei einer vierten schließlich steht das gesprochene Wort im Vordergrund.
Inhalte der Peking Oper
Generell wird zwischen Wenxi und Wuxi unterschieden. Erstere sind Stücke, die das gesellschaftliche, häusliche Leben beschreiben, und letztere sind Stücke, die von Krieg, Militär und Abenteuer handeln. Aber meistens sind beide Arten in einem Stück vermischt. Allgemein lässt sich sagen, dass viele Volksmärchen, Sagen, Legenden und klassische literarische Werke wie die "Drei Reiche", "Traum der Roten Kammer", "Reise nach dem Westen" usw. die Vorlage zu Peking-Opern dargestellt haben.

Die Thematik ist dementsprechend. Es geht um geschichtliche Gegebenheiten, gesellschaftliche Missstände werden angeprangert, es geht um Helden, um dem Kampf von Frauen gegen die feudalen Zustände, die Treue von Männern und Frauen, um Liebesgeschichten, um phantastische Geschichten.
Peking Oper Meister
1. Sheng: Lao Sheng (alter Mann), Xiao Sheng (junger Mann) und Wu Sheng (Militär)
Lao Sheng(alter Mann) Meister: Tan Xinpei, Wang Guifen, Sun Juxian, Wang Xiaonong, Wang Hongshou, Liu Hong Sheng, Yu Shuyan, Yan Jupeng, Gao Qingkui, Ma Lianliang, Zhou Xinfang, Tanfu Ying Yang Baosen, Xi Xiaobo, Tang Yun Sheng
Xiao Sheng(junger Mann) Meister: Cheng Jixian, De Junru, Jiang Miaoxiang, Ye Shenglan
Wu Sheng(Militär) Meister: Yu Jusheng, Li Chunlai, Huang Yueshan, Yang Xiaolou, Gai Jiaotian
2. Dan: Qing Yi (Frau mittleren alters), Lao Dan (alte Frau), Hua Dan (junge Frau) und Wu Dan (in der Kriegskunst bewanderte Frau)
Dan Meister: Chen Delin, Wang Yaoqing, Mei Lanfang, Cheng Yanqiu, Xun Huisheng, Shang Xiaoyun, Xiao Cuihua, Huang Guiqiu
3. Jing: Tong Chui (großes bemaltes Gesicht), Jia Zi (zweites bemaltes Gesicht) und Wu Jing (Militär mit bemaltem Gesicht) die Farben mit denen die Gesichter bemalt sind geben dem Publikum Hinweise auf den Charakter der Rolle.
Jing Meister: He Guishan, Jin Xiushan, Qiu Guixian, Jin Shaoshan, Hao Shouchen, Hou Xirui, Qiu Shengrong.
4. Chou: Wen Chou (zivile komische Rolle) und Wu Chou (militärische komische Rolle)

Sichuan oper

 

 

 

 



 

 
   
 
 
 AGB