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China Minoritätenreisen
   


China Minoritätenreisen

Ihre Sprachen, ihr Musikverständnis, ihre Alltagssitten und ihre Trachten sind beeindruckend und bewundernswert. Für Fremde ist fast jede Minorität und ihr Wohngebiet eine besondere, kleine Welt für sich. Chinas Minoritäten unterscheiden sich in vielem von dem, was man allgemein als "typisch chinesisch" empfindet. Die chinesische Gesellschaft ist auf den ersten Blick ethnisch sehr homogen. Mehr als 90 Prozent der Bevölkerung werden zu den Han-Chinesen gezählt. Darüber hinaus gibt es nach offizieller Zählung 55 nationale Minderheiten. Sie machten laut der Volkszählung des Jahres 2000 mit 106 Millionen Menschen zwar nur 8,4 Prozent der Bevölkerung aus, aber die von ihnen bewohnten "autonomen" Regionen umfassen nahezu zwei Drittel der Gesamtfläche des Landes. Weil diese 55 Minoritäten relativ wenige Angehörige aufweisen, werden sie gewöhnlich als "nationale Minderheiten" bezeichnet. Die nationalen Minoritäten leben hauptsächlich in Nordwest-, Südwest- und Nordostchina. Heute beeinflusst allerlei Modernes oder was man dafür hält den Alltag der Minoritäten in China. Trotzdem bemühen sich Chinas Minoritäten, ihre vielfältige und großartige Kultur und ihre Sitten und Gebräuche beizubehalten.

Schon deshalb bedeutet ein Kennenlernen von Chinas Minoritäten zugleich auch ein Kennenlernen Chinas. Unter Chinas Minoritäten sind wahrscheinlich die Tibeter und Uiguren die geläufigsten. Und es leuchtet auch ein, dass Migranten aus angrenzenden Staaten wie Russen oder Mongolen, zu den Minoritäten gehören. In der chinesischen Minoritätenpolitik von heute werden ethnische Eigenarten wie Sprache, Schrift und Brauchtum zum Teil durchaus toleriert oder gefördert. Bei Geburtenplanung und Zugang zu höherer Bildung gibt es Sonderquoten für Angehörige ethnischer Minoritäten in China. Chinas Minoritäten prägten auch die chinesische Küche. Ohne die Minoritäten aus Nordwestchina hätte sich die chinesische Küche nie zu dem entwickeln können, was sie heute ist. Selbst viele Grundnahrungsmittel hatten ihren Ursprung außerhalb der Zentralebene am Gelben Fluss. Von den fünf wichtigsten Getreidearten (Rispenhirse, chinesische Hirse, Reis, Weizen und Sojabohnen) stammten nur Rispenhirse und chinesische Hirse aus der Region des Gelben Flusses und wurden ursprünglich von den Han angepflanzt. Reisanbau wurde zuerst von den frühen Yue in Südchina betrieben, während Weizen und Sojabohnen über die Minoritäten im Nordwesten ihren Weg nach Zentralchina fanden. In China gibt es folgende Minoritäten: Han-Minorität, Mongolische Minorität, Hui-Minorität, Tibetische Minorität, Uigurische Minorität, Miao-Minorität, Yi-Minorität, Zhuang-Minorität, Buyi-Minorität, Koreanische Minorität, Mandschurische Minorität, Dong-Minorität, Yao-Minorität, Bai-Minorität, Tujia-Minorität, Hani-Minorität, Kasachische Minorität, Dai-Minorität, Li-Minorität, Lisu-Minorität, Wa-Minorität, She-Minorität, Gaoshan-Minorität, Lahu-Minorität, Shui-Minorität, Dongxiang-Minorität, Naxi-Minorität, Jingpo-Minorität, Kirgisische Minorität, Tu-Minorität, Dahuren-Minorität, Mulao-Minorität, Qiang-Minorität, Bulang-Minorität, Sala-Minorität, Maonan-Minorität, Gelao-Minorität, Xibo-Minorität, Achang-Minorität, Pumi-Minorität, Tadschikische Minorität, Nu-Minorität, Usbekische Minorität, Russische Minorität, Ewenke-Minorität, De'ang-Minorität, Bao'an-Minorität, Yugu-Minorität, Jing-Minorität, Tatarische Minorität, Dulong-Minorität, Elunchun-Minorität, Hezhe-Minorität, Menba-Minorität, Luoba-Minorität und Jinuo-Minorität. Zudem gibt es in China noch Einwohner, deren Minorität nicht einwandfrei geklärt ist. Unter den 55 nationalen Minoritäten gebrauchen die Hui- und die Mandschurische Minoritäten das Chinesisch, die anderen Minoritäten benutzen ihre eigenen Sprachen oder aber auch Chinesisch. Die moslemischen Huis leben in vielen Gebieten Chinas. Der Schwerpunkt ihrer Ansiedlung liegt im autonomen Gebiet Ninxia. Die Uiguren leben in Westen. Sie sind das größte turkmenische Volk in China.

Die Tu-Minorität wohnt vor allem in der Prinvinzen Qinghai und Gansu. Im Süden der Provinz Yunnan leben die Hani-Minorität. Die von ihnen angelegten Reisterassen gehören zu den eindrucksvollsten Kulturlandschaften Chinas. Die Yi-Minorität, deren Frauen riesige schwarze Hüte tragen, haben eine eigene Sprache und lebt vor allem in den Provinzen Yunnan, Sichuan und Guangxi. Im Norden von Yunnan, am Lugo-See, wohnt die Mosuo-Minorität, die noch eine matriarchalische Gesellschaftsordnung haben. Im Gebiet von Dali und Lijang lebt die Naxi-Minorität, die von einer animistisch-schamanistischen Religion geprägt sind, der Dongba-Kultur. Guangxi ist ein von zwölf Minoritäten bewohntes Gebiet. Dort leben neben der Han-Minorität die Zhuang-Minorität, die Yao-Minorität, die Miao-Minorität, die Dong-Minorität, die Mulam-Minorität, die Maonan-Minorität, die Hui-Minorität, die Gin-Minorität, die Yi-Minorität, die Sui-Minorität und die Gelao-Minorität.

 

 

 

 

 
   
 
 
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